Sportausschuss mit vielen Vertagungen

Begrüßung und Feststellung der Tagesordnung

Herr Kuntze, der noch krank ist, lässt den Ausschuss schön grüßen. Auch hier noch einmal: Gute Besserung!

Der Antrag DS 0655/5 zu Gebühren für Sportvereine bei Schwimmwettkämpfen wird aufgrund neuer Erkenntnisse zurückgezogen.

Der Antrag DS 0792/5 wird vertagt, ebenso der Antrag DS 0787/5, weil erst noch Genaueres zu möglichen Änderungen bei der Beratung im Umwelt-Ausschuss eruiert werden soll.

Annahme von Niederschriften

Heute ist die 18. Sitzung des Sportausschusses und die Protokolle liegen tatsächlich schon bis zur 8. Sitzung vor. Und wir haben uns in der letzten Wahlperiode manchmal beschwert!

Sportförderpreis auch für Männer (und alle anderen denkbaren Geschlechter) – DS 0870/5

Herr Dr. Seyfert hat viel gelesen und dabei etwas von mindestens 60 bis zu 470 Geschlechtern gelernt. Die Quellen hat er leider nicht gleich dazugesagt.

Herr Hertel begründet gegen den Antrag und lobt dabei den Frauenförderpreis. Andere Ausschussmitglieder schließen sich dem an.
Ansonsten wird Kritik am Antragstext geübt. „andere Geschlechter“ stehe nur in der Überschrift und in Klammer. Sie scheinen also nicht ernsthaft gemeint zu werden. Die vom Antragsteller angebotene Änderung auf 3 Preise, jeweils für Männer, für Frauen und für Weitere wird wie der Antrag an sich mit einer Gegenstimme, bei zwei Enthaltungen abgelehnt.

Transparenz und Mitsprache beim Stadionneubau – DS 0846/5

Frau Juckel begründet, wobei das Thema ohnehin bekannt wäre. Der Antrag wolle keine Kritik am Bezirksamt (BA) üben, sondern auf die sich widersprechenden Interessen von Hertha BSC und anderen Beteiligten/Betroffenen hinweisen.

Stadträtin Schmitt-Schmelz lobt den Antrag als Unterstützung der Interessen des BA, das sich ebenfalls eine Beteiligung an den Gesprächen der Senatsverwaltung gewünscht hatte. Inzwischen sind Herr Schruoffeneger und Frau Schmitt.Schmelz seit 2 Monaten zu den Gesprächsrunden – die nächste findet am Montag statt – eingeladen. Der monatliche Bericht kann nicht öffentlich gegeben werden, da die Treffen vertraulich sind. Weil die 1. Bürgerdeputierte heute fehlt, darf ich sie ersetzen und im Raum bleiben, als die Stadträtin ein wenig mehr zum aktuellen Stand berichtet, wobei eigentlich nichts besonders Sensationelles oder Geheimnisvolles darunter ist. Es ist jedenfalls schon einmal vorgesehen, dass es in jeder Sitzung Neuigkeiten gibt – und ich muss hoffen, recht oft als Ausschussmitglied und nicht nur als Gast dabei sein zu können.

Der Antrag wird noch durch die Forderung nach einem Gesamtkonzept für das Olympiagelände, das unter Gartendenkmalschutz (!) steht, ergänzt.

Infolge weiteren Informationsbedarfs bei den meisten Fraktionen wird der Antrag erst einmal vertagt.

Lasst den Nutzer*innen-Analysen im Sportbereich Taten folgen – DS 0704/5

Alexander Koch freut sich, dass der Antrag doch noch 2018 auf die Tagesordnung gekommen ist. Die CDU tritt bei.
Laut der Stadträtin hätte das BA durchaus Taten folgen lassen: so gibt es den Förderpreis für Frauen- und Mädchensport (erstmalig direkt aus Haushalt finanziert), zwei Fachtage wurden durchgeführt und gut beworben (wann, wo und beim wem?), an Vereine würde moralisch apelliert.
Herr Fenske hält dies nicht für ausreichend und weist auf nötige Sanierungsmaßnahmen an Sportstätten, z. B. bei den Umkleidebereichen, hin. Er berichtet auch, dass sich der Berliner Fussballverband letztlich bei einer Tagung gegen Neugründungen von Frauenteams ausgesprochen hätte. Mädchen sollten auch lieber bei Jungs mitspielen. Letzteres ist nicht neu und ich schätze, bei der Information liegt zumindest teilweise ein Missverständnis vor.

Da es zum Antrag noch Gesprächsbedarf gibt, wird er vertagt.

Welcher Bedarf besteht im Bezirk, um die Engpässe im Bereich der vorhandenen Sportanlagen zu minimieren? – DS 0271/5

Laut Aussage von Frau Schmitt-Schmelz wäre der Sportentwicklungsplan in der Ausschreibung, davor hätte die Senatsverwaltung für Sport von den Bezirken eine vorbereitende Analyse gefordert und dafür 50.000 Euro zusätzlich bezahlt. Das Institut für diese Analyse wäre beauftragt und erste Ergebnisse sollten noch in diesem Jahr vorliegen. Mit der öffentlichen Vorstellung ist 2019 zu rechnen.
Der Berichtszeitraum wird auf den 31.01.2020 (= angestrebtes Vorliegen des Sportentwicklungsplans) geändert. Davor soll es regelmäßige Zwischenberichte geben.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.

Rasensportflächen in Kunstrasensportflächen umwandeln – DS 0942/5

Das BA sieht den Antrag grundsätzlich positiv, allerdings wäre eine Anpassung der im Bezirk noch vorhandenen Tennenflächen vorzuziehen, ist dies nicht für alle Sportarten möglich, gäbe es eventuell Probleme mit Wasserversickerung, zusätzliche Beleuchtung würde nötig und wenn die Nutzung der Plätze steigt, bräuchte es in der Folge auch Infrastrukturerweiterungen.

Herr Hertel bittet, den Antrag erst vom Umwelt-Ausschuss beraten zu lassen und erreicht damit dessen Vertagung.

Mitteilungen der und Fragen an die Verwaltung

  • 19.12., 18 Uhr: Weihnachtssingen im Horst-Dohm-Eisstadion mit Chören der Musikschule und einem Bläserquartett
  • 06.12., 12:30 Uhr: Übergabe der Sporthalle Eisenzahnstraße an die dortige Schule, mit Rahmenprogramm (und Schnittchen!)
  • Im letzten Bericht von „Berlin hat Talent“ hat Charlottenburg-Wilmersdorf recht erfreulich abgeschnitten.
  • Die bezirkliche Investitionsplanung Schulbauoffensive einschließlich der  Schulsporthallen wurde vom Senat genehmigt. Welche Orte das genau betrifft, steht hoffentlich eines nicht so fernen Tages im Protokoll, denn so schnell, wie die Liste vorgetragen wurde, kann kein Mensch mitschreiben.
  • 2019 wird die Eisenzahn-Sporthalle aufgestockt.
  • Zu möglichen Mängeln an der Julius-Hirsch-Sportanlage besteht regelmäßiger Kontakt eines engagierten Bürgers mit der Stadträtin.

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