Materialengpässe und Wetter als Themen im Sportausschuss

Mal wieder ein Ausschuss, in dem ich die 1. Bürgerdeputierte vertreten darf und also Stimmrecht hätte – und dann wird der einzige Antrag zurückgestellt. Es soll abgewartet werden, bis zum Jahresende der aktuell erstellte Infrastrukturplan vorliegt.

Sachstand Tempohomes

Laut Aussagen der Stadträtin sind die Container am Stadion Wilmersdorf von außen fertig, innen weiß man es nicht. Ein Interims(!)betreiber wäre ausgewählt. Den Vertrag zur Überlassung des Geländes hätte Frau Schmitt-Schmelz noch nicht unterschrieben, auch da eine längere Nutzung (ca. fünf Jahre) gewünscht wäre. Hier besteht die Gefahr, die Sportfläche könnte entwidmet werden. Dies könnte der Fall sein, wenn sie länger als drei Jahre (plus Auf- und Abbau) zu anderen Zwecken verwendet wird. Derzeit gibt bestehen dazu Verhandlungen mit der zuständigen Senatsverwaltung.

5 Sachstand Sportentwicklungsplan

Hierzu gibt es eine etwas eigenartige E-Mail von Anfang August der Senatsverwaltung für Inneres und Sport (SenInnSport). Einerseits wird darin angekündigt, dass der Senat selbst vorhat, einen Sportentwicklungsplan zu erstellen, aber nicht garantieren kann, dass er die nötigen Gelder dafür zusammen bekommt. Die Bezirke sollten also lieber nicht …. oder doch? Ebenso würde SenInnSport lieber selbst Befragungen durchführen, weil das die Bezirke vermutlich nicht ordentlich könnten, was alle Anwesenden als wenig freundlich empfinden.

Im Gegensatz zu Pankow hat Charlottenburg-Wilmersdorf kein Geld für den Sportentwicklungsplan im Haushalt eingeplant. Herr Kuntze, der in einer früheren Wahlperiode Ausschussvorsitzender war, weist auf das Sportförderungsgesetz, insbesondere § 7 und § 8, hin, wonach der Senat zuständig wäre, die Bezirke (finanziell) zu unterstützen, was „ewig nicht passiert ist“.
Herr Fenske kritisiert, dass er sie Nachricht von SenInnSport nicht schon früher weitergeleitet bekommen hat, weshalb er Herrn Prof. Basuhn, wie zuletzt gewünscht, nicht bereits einladen konnte. Einen Fachmann zu Rate zu ziehen wäre nicht haushaltsrelevant und auch aus Sicht der Stadträtin also ratsam.
Ansonsten hält das Sportamt eine bezirksübergreifende Planung grundsätzlich für sinnvoll.

Sachstand Werner Ruhemann Sporthalle

Frau Schmitt-Schmelz berichtet, dass die Arbeiten im Gange und teilweise abgeschlossen wären. Sie geht davon aus, dass die Halle noch in diesem Jahr wieder genutzt werden kann.

Mitteilungen und Fragen an die Verwaltung
  • Sanierung Mommsenstadion für Leichtathletik EM 2018:
    Hergerichtet wurden/werden der alte Kabinentrakt (links vom Eingang), der Werferplatz Harbigstraße, die Kugelstossanlage im Stadion usw..
    Schwierigkeiten gibt es beim Neubau der Laufbahn. An der Stelle erfahren wir Interessantes zum Stand der Technik und dass hier der modernste, internationale Standard, einschl. elektronischer Zeitmessung, eingebaut wird. Ebenso, dass es wohl nur eine einzige Firma in Deutschland gibt, die diese Arbeiten ausführt.
    Der aktuelle Zeitverzug soll am Wetter im inzwischen vergangenen Sommer und an Betonknappheit – die Worte Flughafen und DDR schwirren durch den Raum – liegen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile wurde mit dem Sportamt ausgemacht, dass dieses Jahr noch der (benutzbare) Basisbelag aufgetragen wird, Spachtel und Oberschicht ab April 2018.
  • Sanierung der Laufbahn im Stadion Wilmersdorf:
    Im Sportanlagensanierungsplan für 2017 angemeldet, sollten die Arbeiten ab 20.07. begonnen werden. Auch hier bestehen die für das Mommsenstadion genannten Probleme. SenInnSport wird allgemein für ihre Kooperationsbereitschaft gelobt und es bestehen Verhandlungen, dass das zugesagte Geld ins nächste Jahr übertragen werden kann.
  • Bei der Sanierung des Platzes 4 am Stadion Wilmersdorf kommt es zu Verzug durch Engpässe bei der Kunstrasen- und Zaunproduktion.
  • Die Arbeiten am Hubertussportplatz sind fast fertig. Lieferschwierigkeiten gibt es noch bei den Ballfangzäunen, die für Ende Oktober erwartet werden.
    Alle erwähnten Probleme werden mit Hinweis auf derzeit zahlreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen (Kitas, Schulen, Sportplätze) mehr oder weniger erklärt.
  • Zu einer Beschwerde an den Ausschuss für Eingaben und
    Beschwerden, in der es um einen abgeschlossenen Sportplatz, der gerne als Hundeauslaufplatz zweckentfremdet wurde, geht: Wer dort hinein möchte, ist gebeten, sich an den Platzwart zu wenden. Das Dilemma Zugänglichkeit – Schutz der frisch sanierten Anlagen ist anders nicht zu lösen.
    Es ergibt sich eine Diskussion über Hunde bzw. deren Herrchen/Frauchen als Problem. Ansonsten erfahren wir, dass das
    Ordnungsamt nicht für Sportanlagen zuständig ist, Hausrecht hat der Platzwart oder, bei Veranstaltungen, die Vereine.
  • Im Haushaltsausschuss ist aufgefallen, dass für die Räumlichkeiten Glockenturmstraße 21 keine Gebühren nach Sportanlagennutzungsverordnung (SPAN) erhoben werden. Herr Fenske bittet, den Vertrag durch SenInnSport nachzuprüfen.
    § 8 und § 25 SPAN regeln, dass bei alleiniger Nutzung durch einen Verein bezahlt werden muss, bei vorrangiger Nutzung nicht.
  • Den Vorschlag eines gemeinsamen Termins mit dem Sportamt, dem Behindertenbeauftragten und der Stadträtin zur Klärung der Umsetzung des Beschlusses zum Antrag DS 1680/4 wird von den Mitgliedern des Ausschusses leider abgelehnt. Das hindert natürlich niemanden daran, selbst noch einmal nachzusehen und eventuell Vorschläge weiterzugeben.
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