Wenn man nach Stadtratsinformationen mehr Fragen hat als vorher

Im zweiten Anlauf kam heute Herr Engelmann zur Hausversammlung ins Nachbarschaftshaus Lietzensee, um zur vHerr Engelmann und andere auf dem Podium im Nachbarschaftshaus Lietzenseeon ihm geplanten Schließung zum 31.12.2017 zu informieren und Fragen zu beantworten. So weit, so lobenswert.

(Zur Vorgeschichte siehe Link 1, Link 2, Link 3 sowie mehrere Artikel in den Bezirkszeitungen)

Wahrscheinlich geht es nicht nur mir, sondern auch den rund 120 übrigen Anwesenden, so, dass ich jetzt kein bisschen schlauer bin als zuvor.

  1. Wie sinnvoll war es, 2015 den Seniorenclub in der Nehringstraße zu schließen bzw. dem DIVAN zu übergeben, diesen dann zu dem Stadtteilzentrum zu machen, das das Haus Lietzensee bis dahin war, um jetzt festzustellen, dass der Bezirk mehr Angebote für ältere Leute braucht, wofür das Haus Lietzensee der Wilmersdorfer Seniorenstiftung übergeben werden soll?
  2. Wie sollen ab Jahresbeginn 2018 Bauarbeiten stattfinden, wenn dafür derzeit noch keine vorzeigbaren Planungen existieren und folglich noch keine einzige Ausschreibung für die Sanierung stattfinden konnte?
  3. Was ist von Aussagen zu vergangenen finanziellen Verpflichtungen des Trägervereins, die sich grundlegend unterscheiden zu halten?
  4. Möchte Herr Engelmann die im Nachbarschaftshaus aktiven Gruppen bei der Suche nach Ersatzstandorten unterstützen oder ihnen nur ein paar Adressen in die Hände drücken?
  5. Wie soll ein Haus dieser Größe mit 100.000 Euro grundsaniert werden?
  6. Wie heißt die Firma, die für fast kein Geld Fassaden-, Elektro-, Abdichtungs- und andere Arbeiten ausführt?
  7. Wie sollte es funktionieren, dass Bauarbeiten, laut Herrn Engelmann, gewissermaßen ab sofort im laufenden Betrieb begonnen werden könnten, wenn besagte 100.000 Euro erst noch von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in den Haushalt 2018/19 eingestellt und beschlossen werden müssen?
  8. Wie werden sich die in der BVV vertretenen Parteien diesmal verhalten?
  9. Wie soll es ohne Vergrößerung des Gebäudes möglich sein, darin sowohl acht Menschen aus der Verwaltung der Seniorenstiftung Wilmersdorf, alle bisherigen Gruppen und dazu weitere Angebote für Senioren und Seniorinnen unterzubringen?
  10. Wie gut hat Herr Engelmann seine Aussage durchdacht, dass alle Aktiven nach Abschluss der Bauarbeiten, ihre Angebote wieder im Haus durchführen können?
  11. Was geschieht derzeit in den vorhanden sein sollenden Räumlichkeiten von Vivantes, die die derzeitigen Gruppen während der Bauphase möglicherweise nutzen könnten?
  12. Wie gut kennt Herr Engelmann die Satzung der Wilmersdorfer Seniorenstiftung, wenn er eine Weiterführung aller im Nachbarschaftshaus Lietzensee vorhandenen Angebote für möglich hält?
  13. Wie viele Eltern im Seniorenalter gibt es derzeit im Bezirk, so dass beispielsweise das „Café Elternzeit“ gut besucht weitergeführt werden kann, ohne dem Zweck der Wilmersdorfer Seniorenstiftung zuwiderzulaufen?
  14. Hat es wirklich keinen Einfluss, wer in welchen Gremien sitzt und welche Parteizugehörigkeiten bestehen?

Fragen über Fragen …..

Anstatt auf nähere Informationen bei Gelegenheit und/oder im Ausschuss und/oder der BVV zu verweisen, sollte es im Jahr 2017 möglich sein, alles bisher Bekannte/Vorgesehene/Abgestimmte für Interessierte, auch die, die es nicht schaffen, Termine wie den heutigen wahrzunehmen, zeit- und kostensparend im Internet zu veröffentlichen. Herr Engelmann kennt doch gewiss den, zwar weniger übersichtlichen, aber immerhin vorhandenen Website des Bezirksamts.

One Response to “Wenn man nach Stadtratsinformationen mehr Fragen hat als vorher”

  1. Wahlkampf-BVV | writes:

    […] bleiben offene Fragen bei den Grünen, beispielsweise nach anderen Interessenten, und der FDP (die meinen weitgehend ähneln). Die Blauen verweisen auf einen Antrag und vermuten ich weiß auch nicht was. […]

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