Mehr Bau als Sport im Ausschuss

Erstmals als (Ersatz-)Bürgerdeputierte für die Grünen in einem Ausschuss – mal was ganz anderes.

Neues von der Schulsporthalle Eisenzahnstraße 46

Die Vergaben für die meisten Gewerke ist inzwischen erfolgt, insbesondere die Haustechnik befindet sich noch im Verfahren. Die Ausführung erfolgt wohl wie geplant, vorgesehen ist eine optionale Nachrüstung für eine Teleskoptribüne. Die Rohbauarbeiten haben Mitte Dezember begonnen, so dass bei einer geplanten Bauzeit von
18 Monaten plus Reserve (für Schlechtwettertage und dergleichen) , sollte die Halle ab Herbst 2018 eigentlich nutzbar sein. Möglicherweise könnte es aber noch zusätzliche Mittel zur Aufstockung – und damit eine weitere Sporthalle – geben. Dann dauert es, alleine schon aus Sicherheitsgründen, länger. Darauf wäre das Bauamt bereits vorbereitet, die Statik ist schon mal geplant.

DS 0144/5 – Alle Sportanlagen im Bereich Halemweg 1:1 erhalten

Ein lobenswertes Anliegen, allerdings mit der Schwierigkeit, dass kaum jemand genau weiß, was denn nun gebaut werden wird und wie es aussehen soll. Daher wird dazu einen Ersetzungsantrag der Grünen (den ich vorher auch nicht kannte) herumgereicht, demnach erst einmal Verschiedenes – Bedarf, Planung, Möglichkeiten usw. – geprüft werden soll.

Frau Schmitt-Schmelz berichtet zum Stand der Dinge, dass die Entwürfe der beiden Erstplatzierten beim Wettbewerb zu teuer wären. Im Gespräch sind derzeit Platz 3 und 4. Darunter ist auch eine Variante mit einer zweistöckigen Sporthalle, welche die Stadträtin bevorzugen und dafür auch 100.000 Euro aus Bezirksmitteln beisteuern würde.
Allerdings ruht das Verfahren momentan und der Bezirk weiß überhaupt nicht, welcher Entwurf nun zum Tragen kommen soll. Schwierig.

Es entspinnt sich eine sehr lange Diskussion, in der nicht nur, wieder einmal, die verschiedenen Bedürfnisse gegeneinander stehen, sondern sich auch zeigt, dass es sich schlecht über Dinge, die noch niemand genau kennt, sprechen lässt.  Es kommt neben einer Sitzungsunterbrechung zur Umformulierung sowohl des ursprünglichen Antrags wie auch des neuen und schließlich wird der Ersetzungsantrag mit acht Stimmen angenommen und in den Ausschuss für Stadtentwicklung weitergeschickt.

Dass der Platz dort am Halemweg nicht mehr wird, ist ganz klar und leider kenne ich die Entwürfe in ihrer gegenwärtigen Form nicht. Wenn ich an die Umgestaltung des Olivaer Platzes denke und wie oft da nun schon etwas geändert wurde, sollten doch im vorliegenden Fall auch noch zufriedenstellende Lösungen möglich sein. Gerade angesichts der häufigen Debatten zur wachsenden Stadt und zum Schutz von vorhandenen Grünflächen und anderem wünschte ich mir manchmal doch ein bisschen mehr Fantasie, Mut oder zumindest einen Blick über die Stadtgrenzen hinaus. Warum sollte in Charlottenburg-Nord nicht auch bei Sportanlagen weiter in die Höhe gebaut werden? In Hongkong, wo noch viel weniger Platz ist, funktioniert das und ich erinnere mich, dass vor vielen Jahren als der Platz, auf dem ich eislaufen gelernt hatte, bebaut wurde, sich anschließend auf dem Dach des Gebäudes eine neue Eisfläche und im Sommer ein Fussballplatz fand. Geht doch.

DS 0164/5 – Zentralen Ansprechpartner für Sportveranstaltungen schaffen

wird ohne Diskussion einstimmig angenommen.

DS 0151/5 – Die dauernde Schließungen des Alten Bades Krumme Straße sind nicht mehr zu akzeptieren

Eine altes Elend, das im Übrigen auch viele andere Bäder in Berlin betrifft. Herr Kuntze beschreibt es nochmal im Detail und erwähnt neben vergleichbaren Anträgen aus den letzten Wahlperioden – von uns gab es da auch welche – dass die Halle derzeit bis 06.08. für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Die Begründung lautet „wegen Verstärkung des Personals des Olympiabades“. Seltsam, dieses öffnet doch erst Ende des Monats.

Der Antrag wird einstimmig angenommen.

DS 0162/5 – Übertragung einer Teilfläche im „Stadion Wilmersdorf“ – Tennisanlage BSV 92

hat sich erledigt, nachdem die Senatsverwaltung grundsätzlich nicht mehr verkauft. Laut der Stadträtin wird es mit dem Verein eine langfristige Nutzungsvereinbarung (bis 2039) geben. Erbbaupacht hätte den Nachteil, dass in dem Fall irgendetwas gebaut werden müsste; so steht es im Gesetz.

Die CDU zieht folglich ihren Antrag zurück

Mitteilungen der und Fragen an die Verwaltung
  • Ankündigung der nächsten Maßnahmen aus dem Sportanlagensanierungsprogramm. So schnell kann niemand mitschreiben und sie stehen hoffentlich detailliert im gelegentlich aufzufindenden, offiziellen Sitzungsprotokoll.
    Zusätzlich zu den genehmigten Senatsmitteln können noch 30% extra für energetische Massnahmen beantragt werden. Unser Sportamt macht das.
    Hinweis: Wer eine Sportanlage als für besonders dringend sanierungsbedürftig ansieht, melde sich bitte bei Frau Schmitt-Schmelz und beim Sportamt.
  • Für die Bauarbeiten im Mommsenstadion, anlässlich der Leichtathletik WM 2018, ist der Senat zuständig. Ein Problem beim Bau auf/von Leichtathletikanlagen besteht wegen des dabei benutzten Kunststoffs darin, dass nur bei bestimmter Witterung gearbeitet werden kann. Das findet dann im Sommer statt und ärgert regelmäßig, weil zu der Zeit Sportsaison ist, lässt sich aber nicht ändern.
  • Der Vergabeplan für Sportanlagen 2017/18 wird gerade erarbeitet.
  • Die Presseerklärung der Senatsverwaltung zur Anerkennungsprämie an Vereine deren Sporthallen zur Notunterbringung von Geflüchteten genutzt wurden, wird verteilt. Pro Mitglied können Vereine bzw. deren betroffene Abteilungen weitere 5 Euro erhalten und für besondere Notlagen noch mehr. Bitte beantragen!
  • Der Kiosk am Sportplatz Sömmeringstraße steht mittlerweile und soll von den Vereinen, die in der Halle tätig sind, betrieben werden.
  • Mehrere Plätze am Stadion Wilmersdorf und im Volkspark sind zusätzlich abgeschlossen, nachdem sie häufig für Hundeauslauf und -training genutzt wurden.
Verschiedenes:

Nächster Ausschusstermin: 19.05., 16:30 Uhr

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